Welpenschutz – „Meinem Hund kann doch nichts passieren, er ist noch ein Welpe!“

„Da passiert nichts, der hat noch Welpenschutz!“

Es ist leider ein immer noch sehr weit verbreiteter Irrglaube, dass jeder Welpe automatisch Welpenschutz hat und ihm kein erwachsener Hund etwas tun würde.
Und sollte ein erwachsener Hund nur mal knurren, ist er gleich ein schlecht sozialisiertes Monster!

Aber wie schon oben erwähnt: Es ist ein Irrglaube!  Welpen genießen lediglich im eigenen Rudel Schutz. In fremden Rudeln, also bei Hunden, die nicht zum eigenen Haushalt oder zur täglichen Gassirunde gehören, sieht das ganz anders aus.

„Aber mein Hund hat einem Welpen noch nie etwas getan, die müssen doch Welpenschutz haben!“

Das ist schön! Aber noch kein Beweis für die Existenz eines Welpnschutzes.
Was die Welpen häufig „schützt“, ist ihr starkes Demutsverhalten. Sie urinieren, machen sich klein, lecken die Mundwinkel, schreien, drehen sich auf den Rücken,…
Das signalisiert den erwachsenen Hunden, dass von diesem Wesen keine Bedrohung ausgeht und sie werden nicht angegriffen. Also ist ihr unterwürfiges Verhalten ihr Welpenschutz.

Ist ein Welpe aber rotzfrech, ist es das normalste auf der Welt, dass ein erwachsener Hund ihn maßregelt! Das sieht häufig bedrohlich aus, ist aber nur halb so schlimm. 😉

„Und wieso wird ein Welpe gebissen?“

Es passiert sehr häufig, dass Hunde die noch unbeholfenen Bewegungen von Welpen nicht als hundetypisch einstufen und den Welpen dann als Beutetier ansehen. So kann es vorkommen, dass Welpen gebissen werden. Leider kann dabei der Hund seine „Beute“ schütteln, was zum Genickbruch führen kann.
Und Studien belegen, dass Hunde, bei denen Menschen nicht sonderlich eingreifen, Welpen als Ressourcenbedrohung ansehen. Das ist ihr wölfisches Erbe – Ressourcen, zum Beispiel Futter, sind knapp und ein fremder Hund, sei er noch so klein, will auch was essen. Also wird er vertreiben oder getötet – das ist im Grunde also ganz natürlich.

Und es gibt auch Hunde, die können Welpen einfach nicht leiden.

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