Silvester steht vor der Tür – Wie geht es Ihrem Hund damit?

Bald ist es wieder so weit: Es kracht, knallt, heult, raucht & stinkt: Silvester ist für Hunde kein Spaß!

Seit Jahren das gleiche Spiel: Es ist besinnliche Weihnachtszeit, doch als Hundehalter geht der Blick auf dem Kalender schon in Richtung 31.12. – Silvester.
Sie überlegen sich, was sie an diesem Tag machen, damit der Hund nicht ganz so viel Angst haben muss.
Fährt man weg, irgendwohin, wo nicht geknallt werden darf? Gibt man dem Hund Medikamente? Oder verschanzt sich Daheim und dreht die Musik laut?

Na klar, nicht alle Hunde haben Angst, aber genug Hunden geht es zu dieser Zeit wirklich schlecht! Und Angst sollte bei Hunden immer ernst genommen werden!

Bitte nicht knallen!

 

Aber wie hilft man seinem Hund wirklich?

Ich habe schon eine Menge ausprobiert, um den Hunden ihre Angst zu nehmen: Medikamente vom Tierarzt, Pheromone, Baldrian, fensterlose Räume, Flucht aufs Land, Desensibilisierung & mein absoluter Favorit: Das Thundershirt!

Viele Medikamente vom Tierarzt betäuben zwar den Hund, so dass er nicht mehr den Anschein erweckt, dass er Angst hat. Das liegt aber nur daran, dass er körperlich nicht mehr in der Lage ist, diese Angst zu äußern. Leider bekommt er trotzdem alles mit und ist der Situation nun wirklich vollkommen hilflos ausgeliefert…
Diese heißen Acepromacin (Die Namen unter dem dieser Wirkstoff verkauft wird: Vetranquil, Sedalin, Calmivet und Prequillan).
Verwendbare Medikamente sind Sileo, Diazepam, Alprazolam.

Es gibt Pheromone für Hunde, die die Vierbeiner an die Milchleiste des Muttertiers erinnern  und somit Entspannung und Geborgenheit vermitteln sollen. Es gibt diese in verschieden Präparaten: Als Halsband, als Pumpspray und als Diffuser für die Steckdose.
Ich persönlich habe lediglich mit dem Diffuser gute Erfahrungen gemacht, was Stress beim Hund betrifft, allerdings war es für Silvester keine Hilfe.
Und man muss bedenken, dann man diese Hilfsmittel schon ein paar Wochen vorher anwenden muss, damit eine Wirkung erzielt werden kann.

Für Baldrian gilt auch, dass man es bereits vor der Silvesternacht anwenden muss, denn sonst kann keine Wirkung erzielt werden!

Wer hat, der kann auch mit seinem Hund einen fensterlosen Raum aufsuchen, wenn die Uhr Mitternacht schlägt. Dort sind die Geräusche nicht so laut und die Lichteffekte irritieren den Hund auch nicht. Aber wer möchte schon im Keller oder an ähnlichen Orten ins neue Jahr reinfeiern…

Ich kenne Hundehalter, die fahren mit ihren Lieblingen extra in Städte oder Gemeinden, in denen es verboten ist, Silvesterknaller zu benutzen.

Was sich auch als hilfreich erwiesen hat ist eine sogenannte Desensibilisierung. Das bedeutet, dass man den Hund schrittweise an die Geräusche gewöhnt und es im Optimalfall auch noch mit einer positiven Stimmung verknüpft.
Hierbei helfen Geräusch-CDs, die Feuerwerke und Böller enthalten.
Man spielt diese CDs erst ganz leise ab, am besten während eines Spiels. Reagiert der Hund mehrere Male nicht darauf, dann steigert man die Lautstärke langsam.
Später im Training wagt man sich dann auch an die bösen Böller.

Mein Top-Favorit ist das Thundershirt!
Ich bin immer wieder begeistert, wie gut es wirkt und dem Hund den Stress und die Angst nimmt. Letztes Jahr war für mich das erste Silvester seit Jahren, an dem meine Hündin so gut wie keine Angst hatte!
Dem Hund meiner Eltern erging es genauso.
Ich habe seither das Shirt in vielen Situationen getestet und war jedes Mal positiv überrascht!
Ich werde demnächst noch einen eigenen, ausführlicheren Artikel über das Thundershirt verfassen.
Nur kurz: Es hat keine Nebenwirkungen, es ist immer tragbar und es wirkt durch Akupressur und dem Gefühl des Gehaltenwerdens. Und man kann idealer Weise das Thundershirt mit einer Desensibilisierung kombinieren!

Ich wünsche allen Hunden und ihren Haltern ein entspanntes Silvester!

Wenn Sie Fragen zur Desensibilisierung und / oder zum Thundershirt haben, dann nehmen Sie gern mit mir Kontakt auf! 🙂

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