Hundebetreuung als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzbar?

Wer seinen Hund in seinem Haus von sogenannten „Dogsittern“ betreuen lässt, kann nach Information des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine e.V. (NVL) diese Aufwendungen unter bestimmten Voraussetzungen als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Einkommensteuererklärung steuermindernd ansetzen.

Wichtig dabei ist, dass die Dienstleistung in der Wohnung, oder im Haus beziehungsweise im unmittelbaren häuslichen Bereich, zum Beispiel im Garten, ausgeübt wird. Das beudeutet aber, dass das Grundstück nicht verlassen werden darf.
In diesen Fällen kommt eine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach Paragraf 35a des Einkommen-steuergesetzes EStG in Betracht.

Das gilt leider nicht für einen Gassi-Service:
Häufig wird jedoch auch das Haustier von zu Hause abgeholt und verlässt mit der Aufsichts-person das Grundstück, einem sogenannten Gassi-Service. Für solch einen Fall hat das Finanzgericht Münster in seinem Urteil vom 25.5.2012 entschieden, dass kein Bezug zum Haushalt mehr gegeben ist und die Steuervergünstigung demzufolge entfällt (Az. 14 K 2289/11 E). Das Urteil zeigt, dass es für Anerkennung der Betreuungskosten entscheidend ist, wo die Haustierbetreuung stattfindet.

Steuerlich absetzbar, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen: 
Ein wichtiger Punkt ist noch zu beachten. Damit das Finanzamt auch die Kosten anerkennt, ist es zwingend erforderlich, dass vom „Hundesitter“ eine Rechnung vorliegt und diese durch Überweisung oder Lastschrift bezahlt wird. Eine Barzahlung schließt die Steuervergünstigung leider aus.

Quelle: Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.

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