Der Clicker – Was steckt hinter diesem Knack-Gerät?

Wer kennt ihn nicht noch von früher, den Knackfrosch? Aber was hat dieses Gerät mit der Hundeerziehung zu tun?

Das Prinzip ist simpel – man drückt auf einen Knopf und der Hund weiß, dass er etwas richtig gemacht hat.

Wie funktioniert das genau?

Zu Beginn hat das Geräusch des Clickers keinerlei Bedeutung für den Hund, es ist ihm genauso egal wie das Ticken einer Uhr.
Durch Konditionierung gewinnt dieses Klick-Klick allerdings an Bedeutung.
Jetzt bedeutet der Klick für den Hund: „Genau jetzt hast Du etwas richtig gemacht. Dafür gibt es gleich eine Belohnung!“
So lernt der Hund über Erfolg (=Klick) und Misserfolg (=kein Klick)

Schritt 1 – Die Konditionierung

Als Vorbereitung braucht man Futter, das der Hund schnell und leicht schlucken kann. Sehr gut eignet sich z.B. (Geflügel-) Fleischwurst, welche in kleine Würfel geschnitten worden ist.
Nun klickt man und gibt dem Hund sofort ein Leckerli.  Das wiederholt man ca. 20-30 Mal.  Dann wird erstmal pausiert. Man kann diesen Vorgang ruhig dreimal täglich durchführen. Wichtig ist nur, dass der Hund immer sofort etwas Schönes bekommt ohne dass er dafür etwas machen muss. So verknüpft er das Geräusch mit etwas sehr Positiven und weiß, dass auf den Klick ein Leckerchen folgt.
Diesen Konditionierungsvorgang wiederholt man über mehrere Tage.
Hat man den Eindruck, der Hund hat schon verknüpft, was dieses Geräusch bedeutet, kann man das ganz leicht testen: Man nimmt den Clicker mit und geht in einen anderen Raum (also einen, in dem sich der Hund nicht befindet). Dort betätigt man den Clicker. Kommt der Hund herbei geeilt um sich seine Belohnung zu holen, dann hat er das Prinzip „verstanden“. Reagiert der Hund noch nicht, machen Sie einfach noch ein paar Tage mit der Konditionierung weiter.

Schritt 2: Arbeiten mit dem Clicker

Man kann auf zwei Arten mit dem Clicker arbeiten: Einmal als „normale“ Bestätigung im Training, z.B. nach Signalgabe. Dies eignet sich besonders, weil der Clicker immer gleich klingt, auch über Distanzen gut hörbar ist und der Hund punktgenau bestätigt werden kann.

Oder man arbeitet mit dem Clicker im freien Formen. Das beutet, dass dem Hund nicht gesagt wird, was man von ihm möchte. Stattdessen lässt man ihn selbst probieren und klickt bei jedem Schritt in die richtige Richtung. Das kann man mit dem „Heiß-Kalt-Spielt“ oder Topfschlagen bei uns Menschen vergleichen.
Nur durch „wärmer, kälter, heiß“ werden wir dirigiert und wissen so, wohin wir müssen.

Statt heiß und kalt wird bei heiß immer geklickt.
So lassen sich dem Hund die tollsten Tricks beibringen!

Warum funktioniert das?

Hunde sind Wesen sind, die stets danach bestrebt sind, ihr Wohlbefinden maximal zu steigern (Optimierung des eigenen Zustandes). Daher streben sie danach, etwas Positives zu bekommen, also den Klick. Die merken schnell, welches Verhalten sich lohnt und welches eben nicht. Als Folge dessen wird das sich für den Hund lohnende Verhalten häufiger gezeigt, Verhalten das sich nicht lohnt wird immer weniger auftauchen.

Sie haben Fragen zum Clickertraining oder haben Lust, mit Ihrem Hund mit dem Clicker zu arbeiten?

Dann kontaktieren Sie mich doch! 🙂

Gerne bringe ich Ihnen den Umgang und das Training mit dem Clicker bei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: